Verlangsamt ein VPN mein Internet?
Kurzantwort
Ja, leicht — meist 5–20% bei einem guten VPN mit WireGuard. Der Geschwindigkeitsverlust kommt von Verschlüsselungs-Overhead und der Routung über einen zusätzlichen Server. Schlechte Anbieter, weit entfernte oder überlastete Server können Sie 30–70% kosten. Mullvad, ProtonVPN und NordVPN testen in unabhängigen Benchmarks konstant am schnellsten.
VPN-Geschwindigkeit hängt von Ihrer Basisverbindung, der Serverdistanz und der Tageszeit ab. Die 5–20%-Spanne setzt einen nahen Server an einer Glasfaser- oder Kabel-Heimleitung voraus.
Wo der Geschwindigkeitsverlust herkommt
Zwei Quellen. Erstens Verschlüsselungs-Overhead: Ihr Gerät muss ausgehende Pakete verschlüsseln und eingehende entschlüsseln. Auf einer modernen CPU ist das praktisch kostenlos; auf einem Smartphone über mehrere Stunden messbarer Akkukosten.
Zweitens der zusätzliche Hop: Ihr Verkehr geht jetzt Sie → VPN-Server → Ziel statt Sie → Ziel. Liegt der VPN-Server in Ihrem Land, fügt das 5–20ms hinzu; auf einem anderen Kontinent 100–300ms. Latenz ist der nutzersichtbarere Faktor; rohe Bandbreite hält oft besser als erwartet.
WireGuard schlägt OpenVPN
WireGuard ist ein neueres, schlankeres Protokoll mit moderner Krypto und deutlich weniger Overhead als OpenVPN. Im selben Netz beträgt der Unterschied oft 30–50% Bandbreite. Die meisten Premium-Anbieter (Mullvad, ProtonVPN, NordVPN, Surfshark) liefern WireGuard oder eine WireGuard-Variante.
Wenn Sie VPN-Geschwindigkeit testen und schlechte Werte sehen, schalten Sie zuerst auf WireGuard, bevor Sie dem Anbieter die Schuld geben.
Wann ein VPN schneller sein kann
Manche ISPs drosseln spezifischen Verkehr — meist Torrents, manchmal Streaming-Dienste, mit denen sie nicht in Partnerschaft stehen. Ein VPN verbirgt den Verkehrstyp vor Ihrem ISP, also greift die Drosselung nicht. In diesen spezifischen Fällen kann ein VPN Ihre tatsächliche Bandbreite messbar erhöhen.
Zuletzt verifiziert: 2026-05-05
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